Vor fast einer Woche ist Fedora 16 erschienen und schon im Vorfeld hatte ich überlegt, mir Fedora doch mal wieder etwas genauer anzusehen. Meine letzte Begegnung mit Fedora lag schon einige Jahre zurück, um genauer zu sein, muss es 2006 gewesen sein, als ich für kurze Zeit Fedora 5 benutzt habe.
Und so habe ich in der letzten Zeit dann erst die Alpha und später die Beta von Fedora 16 getestet - und ich muss sagen, es hat mir tatsächlich zugesagt. Auch und vor allem GNOME 3 gefällt mir, ich kann mir sehr gut vorstellen, produktiv damit zu arbeiten. Dazu die große Menge aktueller Software, die Fedora bietet. Alles sehr verlockend.
Freitag war es dann soweit, ich habe das neue Fedora installiert, alles lief wunderbar, so wie ich mir das vorstelle. Ein paar Sachen installiert, ein paar Einstellungen getätigt, das System lief wunderbar. Aber dann ging es los, einige Programme habe ich installiert, die funktionierten allerdings gar nicht, sind nicht mal gestartet. Nach etwas Recherche im Netz hat sich gezeigt: Das ist bei Fedora mehr oder weniger normal, es werden Pakete aktualisiert und freigegeben, aber nicht selten funktionieren andere Pakete dann eben nicht mehr. In so einem Fall bastelt man sich Workarounds oder wartet eben auf das nächste Update.
Bei mir hat diese Tatsche die "Erleuchtung" gebracht und frei nach dem sehr wahren Zitat aus dem Debianforum
Geh doch du kommst eh wieder! Das schreibe ich aus Erfahrung. Debian ist für mich wie manchmal wie eine olle Schlampe. Ich hasse sie und will weg von ihr. Aber gehe ich zu anderen Frauen gefällt es mir nach einigen Monaten wenn der normale Alltag eingetreten ist bei ihnen doch nicht mehr und bin dann wieder mit der Bitch namens Debian zusammen.
habe ich am Samstagabend wieder Debian Stable installiert, vor dem ich jetzt auch sitze und das hier schreibe.
Die Neuinstallation habe ich zum Anlass genommen, ein paar Sachen an meinem System zu verändern und zu optimieren, man lernt eben immer noch dazu. Doch im Großen und Ganzen ist fast alles so, wie es vor dem kurzen Ausflug war. Und ich bin zufrieden damit.
Mein Fazit der Aktion: Fedora ist mir einfach zu aktuell, zu wenig getestet und zu instabil; von einem Betriebssystem erwarte ich, dass es läuft, ohne nennenswerte Probleme und ohne die Gefahr, beim nächsten Update alles kaputt zu machen. Da verzichte ich doch lieber auf die aktuellste Software und habe stattdessen weniger Probleme und Stress. - Tja, Debian ist und bleibt einfach die beste Linux-Distribution
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